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Die Provinz Toledo ist eine spanische Provinz. Sie liegt im Westen der Autonomen Region Kastilien-La Mancha und ziemlich genau in der Mitte Spaniens.

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Sie grenzt an die Provinzen Madrid, Cuenca, Ciudad Real, Badajoz, Cáceres und Ávila. Sie hat einen Umfang von 848 km und einen Flächeninhalt von 15.370 km2 und ist damit die größte Provinz von Kastilien-La Mancha. Von Westen nach Osten durchfließt sie der Tajo.

Mit der Provinz Ciudad Real teilt sich die Provinz Toledo den Wald-Nationalpark Cabañeros.
Von den im Jahre 2005 598.256 Einwohnern leben lediglich etwa 1/9 in der Hauptstadt Toledo (75.500 Einwohner). Talavera de la Reina im äußersten Nordwesten der Provinz ist mit rund 83.000 Einwohnern die derzeit einwohnerreichste Stadt.
Die Provinz besteht aus 204 municipios, unter denen sich auch das kleinste municipio Spaniens, Illán de Vacas, befindet, das sieben Einwohner hat.


Toledo ist die Hauptstadt der spanischen Provinz Toledo sowie der autonomen Region Kastilien-La Mancha und liegt südöstlich von Madrid am Fluss Tajo.

Toledo

Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt mit der Kathedrale Santa María aus dem 13. - 15. Jahrhundert und dem Alcázar aus dem 16. Jahrhundert sowie zahlreichen weiteren Kirchen, einem Kloster und Museen wurde im Dezember 1977 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Sehenswert sind auch zwei der ganz selten erhaltenen mittelalterlichen Synagogen, El Transito und Santa Maria la Blanca, die nach der Vertreibung der Juden 1492 als Kirche genutzt wurden. An der Kirche San Juan de los Reyes lassen sich noch heute die Ketten derer bewundern, die aus der Sklaverei, in die sie durch die Berberesken geraten waren, ausgelöst wurden.

Toledo Gate

Geschichte


Die erste dauerhafte Besiedlung im Stadtgebiet stellten eine Reihe von Burgen aus der Zeit der Keltiberer dar. Am Cerro del Bú wurden eine Reihe namhafter archäologischer Funde des von einer Stadtmauer umgebenen Toledo gemacht, die im Museo de Santa Cruz in Toledo präsentiert werden.

Im Jahre 192 v. Chr. unterwarf Marco Fulbio Nobilior die Siedlung gegen heftigen Widerstand den hier siedelnden Hirtenstamm der Karpetaner den Römern und gründete ihren Vorposten Toletum. Durch seine Eisenerzvorkommen entwickelte sich Toledo zu einer bedeutenden Siedlung, die eigene Münzen prägte. Zahlreiche Villen, deren Reste ausgegraben wurden, bezeugen eine durchgreifende Romaniserung der Siedlung, die von einem Aquädukt gekrönt wurde, der heute vollständig zerstört ist.

Seit den ersten Barbareneinfällen wurden die antiken Mauern zu defensiven Zwecken verstärkt. 411 eroberten die Alanen kurzfristig die Stadt. Im späteren 5. Jahrhundert wechselte sie zu den Westgoten. Toledo war von ca. 531 bis 711 Hauptstadt des Reiches der Westgoten, die die Stadt zum Sitz eines arianischen Erzbistums machten. 589 konvertierte ihr König zum Katholizismus. Während dieser Zeit der ausgehenden Spätantike erlebte die Stadt eine Nachblüte. Ihre zivile und religiöse Bedeutung unterstreicht die Tatsache, das hier 633 das Konzil von Toledo unter Leitung des berühmten Enzyklopädisten Isidor von Sevilla tagte.

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